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Industrietauglich Polyestergarn weist aufgrund seiner langkettigen synthetischen Polymerstruktur eine hervorragende Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, hohe thermische Belastung und strukturellen Verschleiß auf. Bei der Bewertung seiner Leistungsmerkmale zeigen die Daten, dass Polyestergarn nass werden kann, ohne Wasser in seinen Kern aufzunehmen, dass es bei regulierten Temperatureinstellungen problemlos in einen normalen Haushaltstrockner gegeben werden kann und dass es mechanisch oder chemisch wieder zu Fasern in Produktionsqualität recycelt werden kann. Aufgrund seiner hydrophoben, dicht gepackten Kristallstruktur kann es jedoch nicht mit herkömmlichen wasserlöslichen Haushaltsfarben gefärbt werden. Stattdessen sind spezielle Hochdruck-Dispersionsfärbeverfahren erforderlich, die bei Temperaturen über 130 Grad Celsius durchgeführt werden, um die Farbmoleküle erfolgreich in den synthetischen Filamenten zu fixieren.
Im Gegensatz zu natürlichen Protein- oder Zellulosefasern wie Wolle und Baumwolle ist Polyester chemisch hydrophob. Auf molekularer Ebene beträgt die Feuchtigkeitsaufnahmerate eines Polyesterfilaments – definiert als die Menge an Wasser, die eine trockene Faser aus der Luft aufnimmt – weniger als 0,4 %. Im Vergleich dazu behält Baumwolle eine Feuchtigkeitsaufnahmerate von 7 bis 8 % bei.
Bei direktem Kontakt des Garns mit Wasser kann die Feuchtigkeit nicht in die festen Polymerstränge eindringen. Stattdessen werden Wassermoleküle durch Kapillarwirkung an der Außenfläche des Gewebes festgehalten. Diese rein oberflächliche Wechselwirkung verhindert, dass das Material im nassen Zustand aufquillt, sich dehnt oder seine strukturelle Festigkeit verliert, sodass das fertige Textil seine exakte Form behält und deutlich schneller trocknet als natürliche Alternativen.
Da es sich um ein synthetisches thermoplastisches Material handelt, reagiert Polyester beständig auf thermische Veränderungen. Es verfügt über eine sichere Glasübergangstemperatur von etwa 158 Grad Fahrenheit (70 Grad Celsius) und einen endgültigen strukturellen Schmelzpunkt von 491 Grad Fahrenheit (255 Grad Celsius).
Dieses thermische Profil bedeutet, dass fertige Artikel problemlos in einen normalen Haushaltstrockner gegeben werden können, vorausgesetzt, Sie verwenden niedrige bis mittlere Hitzeeinstellungen. Das Trocknen von Kleidungsstücken bei zu hohen Temperaturen kann zu Faltenbildung oder statischer Aufladung führen. Durch einen kontrollierten, moderaten Trocknergang bleiben die Kunstfasern geschmeidig, behalten ihre Form und verhindern ein Einlaufen.
Die folgende Tabelle vergleicht die strukturellen Leistungskennzahlen von rohen Polyesterfilamenten mit anderen gängigen Textilfasern, wenn sie Umweltstressfaktoren ausgesetzt sind.
Herkömmliche wasserlösliche Textilfarbstoffe wie saure, basische oder direktreaktive Farbstoffe können sich nicht mit Polyester verbinden, da das Material keine ionischen Farbstoffzentren aufweist und wasserabweisend ist. Wenn Sie versuchen, handelsübliche Farbstoffe zu verwenden, werden die synthetischen Strähnen einfach vollständig ausgewaschen.
Um das Material effektiv einzufärben, müssen industrielle Verarbeiter nichtionische Stoffe verwenden Dispersionsfarbstoffe . Diese mikroskopisch kleinen, wasserunlöslichen Farbstoffpartikel werden in einem Flüssigkeitsbad suspendiert und unter speziellen Hochtemperaturbedingungen aufgetragen.
Polyester ist eines der am häufigsten recycelten Materialien in der modernen Textilindustrie. Da es sich um ein thermoplastisches Polymer handelt, kann es mehrfach wiederverarbeitet werden, ohne dass die zugrunde liegende molekulare Grundlage vollständig zerstört wird. Industrieanlagen verarbeiten dieses Material durch zwei unterschiedliche Recyclingmethoden:
Bei diesem Verfahren werden saubere postindustrielle Faserreste und Verbraucherplastikflaschen (PET) gesammelt, in kleine Flocken zerkleinert, eingeschmolzen und die Flüssigkeit durch Spinndüsen extrudiert, um neues Garn zu bilden. Dieser mechanische Weg verbraucht deutlich weniger Energie als die Herstellung von Neupolyester aus Rohöl und senkt die Treibhausgasemissionen während der Produktion.
Bei dieser fortschrittlichen Methode werden gemischte Textilabfälle mithilfe chemischer Lösungen vollständig in ihre Grundmonomere zerlegt: Terephthalsäure und Ethylenglykol. Diese Rohmonomere werden gereinigt, um alle Farbstoffe und Verunreinigungen zu entfernen, bevor sie erneut polymerisiert werden. Dieser Prozess ergibt eine recycelte Faser, die der Reinheit, Festigkeit und dem Leistungsprofil von Materialien auf Erdölbasis entspricht.
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